Smütech

Schulze IT-Schulung und Dienstleistungen

100 Ordner auf dem Windows-Rechner

Mit System und Verständnis zu mehr Überblick

28.01.2026 35 min

Zusammenfassung & Show Notes

Dein Spezialist für assistive Technologie, Schulung, Fernwartung und Fritz!Box-Optimierung
Hier sind wir: https://schulze-graben.de

Ordnung auf dem PC klingt für manche nach Spaßbremse – bis du zum dritten Mal am selben Tag eine Datei suchst, die „irgendwo“ sein müsste. In dieser Montagsveranstaltung zeigt dir Joachim „Jockl“ Schulze (JAWS-certified, IT-Trainer für Blinde und Sehbehinderte), wie du mit Bordmitteln von Windows eine klare, stabile und leicht bedienbare Ordnung auf deinem Windows-Rechner aufbaust – so, dass du Dinge zuverlässig wiederfindest, statt dich durchs Chaos zu wühlen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht irgendein theoretisches Dateisystem-Gelaber, sondern ein praxisnaher Rundgang durch den Windows-Alltag: Was ist der Explorer wirklich, warum heißt er mal „Arbeitsplatz“ und mal „Dieser PC“, und weshalb ist der Desktop als Ablageort meistens eine schlechte Idee – gerade wenn man mit Screenreader arbeitet. Jockl nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: Ein Desktop mit 50, 80 oder 150 Verknüpfungen ist nicht „organisiert“, sondern ein Garant dafür, dass irgendwann niemand mehr etwas findet. Für blinde Nutzer wird das erst recht zum Navigations-Krimi.
Das lernst du in dieser Folge
  • Warum Ordner der Schlüssel sind: Wie du Dokumente sinnvoll strukturierst, statt alles auf dem Desktop zu parken.
  • Was wirklich auf den Desktop gehört (und was nicht): Desktop als Werkzeug in Maßen – für häufig gebrauchte Verknüpfungen, aber nicht als Müllhalde.
  • Die schnellste Programmbedienung ohne Desktop: Windows-Taste drücken, ein paar Buchstaben tippen, Enter – fertig. An einem Live-Beispiel zeigt Jockl, wie schnell und zuverlässig sich Programme so starten lassen.
  • Windows Explorer verstehen: Unterschied zwischen Strukturansicht (Baum) links und Listenansicht rechts – und warum das für Navigation mit JAWS wichtig ist.
  • Schnellzugriff kritisch betrachtet: Warum „Zuletzt verwendet“ & Co. nicht nur unübersichtlich sein können, sondern auch Datenschutz-Fragen aufwerfen.
  • Benutzerordner und Standardordner: Dokumente, Downloads, Bilder, Musik, Videos – was Windows standardmäßig vorsieht und warum das gar nicht so dumm ist.
  • OneDrive & Microsoft 365 realistisch eingeordnet: Cloud kann man mögen oder nicht – aber wenn man sie nutzt, kann ein Rechnerwechsel plötzlich deutlich entspannter werden, weil Desktop und Standardordner mitwandern.
  • Outlook als „Datenarchiv“ – Mythos mit Haken: Es kann funktionieren, aber nur mit System, ausreichend Postfachgröße und dem richtigen Verständnis von Postfach vs. Outlook.
  • POP3 vs. IMAP (und warum POP3 heute brandgefährlich ist): Lokales Sammeln im E-Mail-Programm kann bei einem Crash katastrophal enden – IMAP ist der moderne Standard für Synchronisation über mehrere Geräte.
  • DSGVO im echten Leben: Privat ist vieles Geschmackssache – im geschäftlichen Kontext wird’s schnell ernst, wenn Anbieter/Verträge nicht passen.
  • Suchen wie ein Profi: Ordner gezielt durchsuchen (z. B. innerhalb „Dokumente“), auch wenn du den Dateinamen nicht mehr exakt weißt – inklusive dem Hinweis, wie Windows dabei manchmal „kreativ“ ist.
  • Der wichtigste Shortcut für Ordnung: Neuer Ordner mit STRG+Shift+N – plus die kleine, entscheidende Bedingung, die viele am Anfang übersieht.
Für wen ist die Episode?
Für alle, die unter Windows (egal ob mit JAWS, NVDA oder sehend) das Gefühl haben, dass sich Dateien, Downloads und E-Mails irgendwann verselbstständigt haben. Wenn du dir eine einfachere, verlässlichere Routine wünschst – und wenn du Bock hast, Windows so zu nutzen, dass es dir Arbeit abnimmt statt neue zu machen – dann ist das genau deine Folge.

Schön, dass du dabei bist.
Wenn du Heute was mitgenommen hast, dann gib doch etwas zurück.

Das ist ganz einfach. Besuche https://danke.schulze-graben.de und zeig mir, ob dir die Show gefallen hat.

Kleine Gesten machen den Unterschied.

Transkript

[Musik] Schulze IT-Schulung und Dienstleistungen. Dein Spezialist für Audioanleitungen, Schulung, Fernwartung und Fritzbox-Optimierung. Mehr Infos findest du auf www.schulze-graben.de. Und hier ist euer Gastgeber Joachim Schulze, Master of Business Administration, JAWS-certified, IT-Trainer für Blinde und Sehbehinderte. Ich wünsche einen wunderschönen Montagabend. Hoffe, ihr hattet einen guten Wochenstart. Und ich darf euch alle begrüßen zur heutigen Montagsveranstaltung. Es ist wieder mal so weit. Und heute haben wir das Thema "Ordnung auf dem Windows-Rechner". Ja, und ganz ehrlich, das macht Spaß. Was Ordnung halten macht Spaß? Jetzt spinnt er da, Schulze. Nee, tatsächlich muss ich ehrlich sagen, vor allem, weil man dann wieder findet, was man sucht. Und dieser Spaß, den möchte ich heute mit euch teilen. Denn Windows macht es uns inzwischen da wirklich einfach. Wir kriegen eigentlich Hilfsmittel an die Hand vom Betriebssystem. Wenn wir die ein bisschen richtig einsetzen, dann kann das eigentlich richtig gut klappen. Ganz kurz vorweg, weil immer wieder die Frage kommt. Die Veranstaltung landet selbstverständlich in unserem Podcast SMYTECH. Gibt es überall, wo es Podcasts gibt, schreibt sich Siegfried, Marta, Übermut, Theodor, Echinazin, Cäsar und Heinrich. Und damit geht es auch direkt zum SMYTECH. Und wer sich fragt, kann ich jetzt nach dieser Veranstaltung meinen Explorer bedienen unter Windows? Weiß ich genau, wo ich alle Ordner finde. Das kann durchaus sein. Aber das ist keine Seminarveranstaltung. Und ich muss es immer wieder dazu sagen, wenn es um solche Themen wie heute geht. Denn es ist ganz klar, da gibt es viel zu viel unterschiedliche Positionen, von denen ihr starten könnt. Denn die einen sind schon ein bisschen weiter, die anderen nicht. Und damit da am Ende niemand auf der Strecke bleibt, gibt es unsere günstigen Online-Schulungen. Einfach mal beraten lassen. Telefonnummer kommt nachher nochmal. Und auch die E-Mail-Adresse. Natürlich kann man sich auch auf unserer Webseite informieren. Aber mir geht es heute in allererster Linie mal darum, euch an die Hand zu geben, was geht eigentlich. Und vor allem auch, wie tickt denn Windows standardmäßig? Denn wenn man das mal ein bisschen verstanden hat, dann wird das Leben bedeutend leichter. Fangen wir mal mit dem an, worüber ich vorher geredet habe, nämlich mit dem Explorer. Das ist ein Vieh, das ist fast schon so alt wie Windows. Aber eben nur fast. Und zwar wird es auch gerne unter anderen Namen gezeigt. Früher hieß das dann mal "Arbeitsplatz". Heute heißt es gerne "dieser PC". Und am Ende ist es immer das Gleiche. Es ist einfach der Explorer. Viele Leute kennen das gerade sehende. Ich schmeiß das mal auf den Desktop. Prima. Wo ist es denn jetzt? Ich muss mal die Reihen durchgehen. Ach, da unten. Oh, ich glaube, das ist weg. Nee, das ist nach links oben gerutscht. Genau. Das ist der Desktop. Das kennt ihr alle. Da liegen die Verknüpfungen. Im Idealfall sind das nicht allzu viele. Und bei manchen Sehenden ist das echt unglaublich. Da sind die Desktops vollgeknallt. Da können das dann gerne mal 50, 80, 150 Verknüpfungen sein. Ganz ehrlich, da findet kein Mensch mehr was. Den Desktop kennt ihr alle. Kommt man mit Windows D hin. Gerade als Blinder, wenn ich da einen Haufen liegen hab, wie soll ich denn da vernünftig durchnavigieren? Natürlich kann ich Anfangsbuchstaben benutzen. Das geht fast überall. Aber was bringt mir das? Irgendwann hab ich doch keine Ahnung mehr, wie die Datei nun hieß, die da irgendwo als 196. auf dem Desktop liegt. Nein, das bringt überhaupt nichts. Und deswegen sollten wir uns generell an Ordnern halten. Denn wenn wir das tun, dann bleibt unser Desktop sauber und am Ende des Tages finden wir auch unsere Dokumente wieder. Kommen wir mal kurz zum Thema "Was gehört auf den Desktop?". Ganz ehrlich, der Desktop kann auch für uns Blinde ein tolles Hilfsmittel sein. Da können wir nämlich z.B. Sachen hinpacken, die erstmal nicht im Startmenü sind, die wir aber trotzdem öfter mal brauchen. Viele haben da ihre Verknüpfungen für Outlook, Word, auch gerne für dieser PC oder vielleicht auch für den Benutzerordner. Was ist denn jetzt das schon wieder? Kommen wir gleich dazu. Aber mal ganz ehrlich gesagt, so viel brauchen wir da gar nicht. Denn tatsächlich müssen wir, seit Microsoft beschlossen hat, die Programme, die wir direkt aus dem Microsoft Store runterladen können, immer mehr Programme erstmal im Startmenü lassen. Denn auf den Desktop kann man die nicht mehr so einfach schieben, auch als Sehender gar nicht. Und die zwei anderen Dinge, die da unten rumgeistern, nämlich die Task-Leiste und die Schnellstart-Leiste, die sind für uns leider praktisch wertlos, weil wir können sie einfach nicht vernünftig bedienen. Daher macht es natürlich Sinn, durchaus Sachen auf den Desktop zu packen, aber natürlich in Maßen. Und wir sollten auch wissen, wie kommen wir ran, wenn es nicht auf den Desktop geht. Denn wenn mal so eine Desktop-Verknüpfung weg ist, das kann einfach mal passieren. Denn wenn wir da auf "Löschen" drücken, dann ist plötzlich die Verknüpfung weg. Und das passiert einfach. Gerade am Anfang, wenn man noch nicht so sicher mit der Tastatur ist, dann geht das verdammt schnell. Und weil wir das nicht wollen, macht es natürlich auch Sinn, wenn wir wissen, wir kommen auch an alle installierten Programme über das Windows-Suchfeld, indem wir einfach die Windows-Taste drücken und dann die ersten Buchstaben des gesuchten Programms eingeben. Und dann klappt das auch wunderbar. Dann wird das aufgerufen, wird uns angezeigt, zum Beispiel "out" oder "vor" für Microsoft Word und dann haben wir es auch schon. Und das ist eigentlich eine richtig coole Sache und eine echte Alternative zum Desktop, muss ich sagen. Und ich würde sagen, das gucken wir uns jetzt mal zusammen an. Denn wenn man sich da ein bisschen dran hält, dann klappt das eigentlich super. Und mit etwas Glück kommt Jaws jetzt auch zu uns. Ich freue mich, da ist es ja schon. Mit Windows D gehen wir mal auf den Desktop. "Desktop-Listenansicht. Streamverwaltung 6 von 59. Zu eintragen gelangt." Ihr seht schon, 6 von 59, das ist Jocke. Das ist schon fast ein Desktop wie beim Sehenden. Warum? Weil ich natürlich viele Sachen auf den Desktop schmeiße. Gerade Internetverknüpfungen, die ich häufig brauche, die packe ich mir auf den Desktop. Zum Beispiel, wenn ich jetzt ins Datev rein muss, irgendwas für die Steuererklärung hochladen. Das kommt immer so fünf-, sechs-, siebenmal im Jahr vor, dass ich da irgendwas habe. Und dann schmeiße ich mir das auf den Desktop. Ansonsten suche ich das ewig. Natürlich habe ich auch viele Programmverknüpfungen auf dem Desktop. Aber das heißt nicht unbedingt, dass ich die nur über den Desktop nutze. Gucken wir uns also jetzt das Suchfeld an. Windows-Taste drücken. "Feldsuchen-Eingabefeld. Geben Sie Text ein." Und da kriegen wir schon alles gesagt, was wir wissen müssen. Ich gebe mal Word ein. "Wattsapp? Word? App? Drücken Sie die rechte Pfeiltaste, um Optionen anzuzeigen. 1 von 3." Word-App? Wunderbar. Nein, die rechte Pfeiltaste drücken wir nicht. Wir drücken Enter. "Öffnen wird. Neu. Vorlagen-Listenfeld. Leeres Dokument. 1 von 8. Zu einem Eintrag. Seitenleert-Ansicht. Eingabefeld. Drücken Sie Alt-I." So, und da ist es auch schon. Also eine ganz coole Sache. Das funktioniert wirklich richtig fix, richtig gut, richtig zuverlässig. Ja, so will man das eigentlich haben, ganz ehrlich gesagt. Und so kommen wir natürlich auch wieder raus. "Desktop-Listenansicht. Streamverwaltung. 6 von 9." Und sind wieder auf dem Desktop. Ja, also Desktop haben wir schon gelernt. Ist jetzt nicht so der ganz ideale Speicher für alle Dateien. Wär auch ehrlich gesagt ziemlich mühsam. Denn dafür ist er gar nicht gemacht. Dafür ist eigentlich der Ordner "Dokumente" konzipiert. Den finden wir in unserem Benutzerordner. Und normalerweise auch oben im Schnellstart. Ach, was sind das wieder für komplizierte Begriffe. Sicher der eine oder andere hat noch nie gehört. Ja, wenn man es nämlich nicht weiß, dann sucht man auch gar nicht so unbedingt danach. Wenn wir also mal Windows-E drücken für den Explorer. "Start. Listenfeld. Schnellzugriff erweitert. 1 von 2." Dann sagt er mir hier als erstes "Schnellzugriff erweitert". So, und hier könnte ich jetzt Dateien suchen und finden, die ich als letztes offen hatte. Das will ich nicht. Da geht es auch ein bisschen um Datenschutz. Aber viel wichtiger, ja, es gibt tatsächlich auch noch Sachen, die noch mehr Gewicht haben. Da was zu finden ist wahnsinnig schwierig. Warum? Weil wir die Situation haben, dass die Dateien bunt durcheinandergewürfelt werden, von Windows selbst ausgewählt werden. Wir können da zwar Sachen hinzufügen, aber das ist am Ende keine Garantie. Und deswegen empfehle ich das auch nicht. Ihr habt schon gehört, Listenansicht. Das Ganze unterscheidet sich in Struktur und Listenansicht. Also das Ganze ist wie eine Baumstruktur. Linke Seite die Strukturansicht, rechte Seite finden wir die Listenansicht. Wenn wir also mal Shift-Tab machen. "Strukturansicht Startdatei Explorer. Navigationsbereich Strukturansicht. Joachim persönlich OneDrive geschlossen. 3 von 21." "Zum Bewegen und Erweitern von Einträgen verwenden Sie die Pfeiltasten." Dann sind wir jetzt auf Joachim persönlich OneDrive. Also genau da, wo man bei Microsoft relativ häufig landet, wenn man richtig angemeldet ist. Auf dem OneDrive, auf dem Cloud-Ordner, auf dem Cloud-Konto. Und da werden, wenn wir angemeldet sind, auch normalerweise alle Sachen erstmal gespeichert. Dokumente, Bilder, Musik, Downloads, Desktop. Und ganz ehrlich, das war ein richtig smarter Move von Microsoft. Man kann die Cloud mögen, man kann sie nicht mögen. Aber in dem Moment, wo man ein Office 300 oder jetzt heißt es Microsoft 365 Abo hat, macht es total Sinn, diese OneDrive Cloud auch ein bisschen mitzunutzen. Denn wenn wir mal den Rechner wechseln müssen, dann haben wir den Vorteil, ganz viele Sachen sind schon da. Denn unser Desktop wandert mit, er ist in der Cloud, unsere Dokumente wandern mit, sind in der Cloud. Downloads, Videos, Musik. Ganz ehrlich, da haben wir schon mindestens zwei Drittel der Miete drin, wenn wir im Endeffekt nicht noch ganz viele Ordner außerhalb haben. Und das finde ich persönlich wirklich mitgedacht. Ja, und dann gucken wir doch mal nach den Dokumenten. Und hier ist wieder das Coole. Ich kann natürlich nach oben gehen. Das funktioniert. Ich kann aber auch einfach "DOK" eingeben hier in der Strukturan-Sicht. Beginn des Downloads. Dokumente angeheftet nicht aktiviert. Nicht aktiviert. Und dann sagt er mir hier Dokumente angeheftet nicht aktiviert. SA1 steht hier auf der Preilzeile Strukturan-Sicht. Ja, ganz ehrlich gesagt, das kann ich auch einfach einmal ignorieren, dass es nicht aktiviert ist. Denn ich muss sowieso "Enter" machen, damit ich sicher bin, ich komme auch rein. Manchmal klappt es auch ohne. Und dann drücke ich "Tab". Elementansicht mehrfach Listenfeld. Nicht gewählt. Aoda Kitu. Dateiordner. 1 von 14. Zu einem Eintrag gelangen Sie mit den Pfeiltasten. So, und dann sind wir hier wirklich und tatsächlich in der Liste unserer Dokumente. Und da haben wir unsere Ordner. Ganz normal. Benutzerdefinierte Office-Vorlagen. 2 Downloaded Installations. 3 von 14. KitKensink. 4 von 14. My Kindle Content. 5 von 14. Bei mir ist da nicht viel drin, weil eure Daten kommen natürlich nicht zu Microsoft. Das ist ganz klar. Die sind sicher in einer deutschen DSGVO-konformen Cloud inzwischen. Und meine Daten auch. Und so ergibt sich natürlich bei mir, dass der Dokumente-Ordner relativ leer ist. Allerdings zahlt sich das für normale Privat-User wirklich aus, dort ihre Sachen reinzupacken. Denn man hat sie dort einfach gesichert. Was ist mit dem alten Mythos? Ich habe doch alle meine Daten in Outlook. Also ich habe Outlook und in meinem Postfach habe ich 37.853 Ordner. Und da sind doch alle meine Daten einsortiert. Ist das denn jetzt so blödsinnig? Nein, das ist es nicht, wenn ich das Ganze richtig mit System und Verstand mache. Das Allerwichtigste ist, ich brauche ein Postfach, welches groß genug ist. Denn wenn ich da 10, 12, 15, 25 Jahre Dokumente sammle, dann kann das mit der Zeit ziemlich viel werden. Und da sind schnell mal, gerade mit Anlagenmails und was man nicht so alles hat, schnell mal 10, 15 Gigabyte gesprengt. Ich sehe aber auch tatsächlich immer mal wieder Postfächer bei Kunden, die sind schon seit 10, 12 Jahren gesammelt und die haben gerade mal 1 Gigabyte. Das gibt es, aber da muss man wirklich ein bisschen aufpassen, dass man nicht mit den Limits des Anbieters kollegiert. Mails, die Anlagen haben, die wichtig sind, ob man die jetzt unbedingt in Outlook konservieren muss, das bleibt abzuwarten. Und wenn, dann reden wir immer nicht von Outlook, sondern vom Postfach. Denn früher war das so, man hat ja alle Mails über den sogenannten POP3 Server runtergeladen und dann lagen die alle tatsächlich und wirklich im Outlook. Das war gemeingefährlich, denn man hatte damit vor allem eine Sache richtig toll. Sobald der PC mal in die Grütze ging, war es vorbei. Denn wenn man die lebensnotwendigen PST-Dateien, so hießen die damals vom Outlook, die Daten-Dateien nicht retten und viel wichtiger nicht wieder einspielen konnte, was nämlich auch gerne mal passierte, dann stand man da als armer Tropf. Und das war dann eigentlich immer ziemlich unschön. Heute sieht das natürlich ganz anders aus, denn man hat natürlich die Situation, dass man nicht mehr mit POP3 Servern arbeitet. Heute arbeitet man nur noch mit IMAP-Servern. Hab ich vorher IMAP-Server gesagt? Nein. Also heute arbeitet man nur noch mit IMAP-Servern. Da bleiben die Daten und da werden die nicht mehr auf den Rechner runtergezogen, sondern werden eben nur synchronisiert und so liegt der eigene Mailverkehr immer sicher beim Anbieter. Jetzt kommt natürlich die wichtige und große Frage nach der DSGVO. Und das ist natürlich schon ein Thema, wenn ich jetzt zum Beispiel Anbieter wie Gmail habe oder iCloud. Dann reden wir natürlich nicht von deutschen Anbietern. Dann kann ich das privat gerne machen und sagen, okay, ich lagere da meine ganze schriftliche Korrespondenz ein in irgendwelchen Unterordnern. Wenn ich aber irgendeinen geschäftlichen Kontext habe, dann ist das Ganze ziemlich schwierig, wenn ich das nicht auf irgendeinem eigenen Domain Server, mit dem ich auch einen Arbeits-Vertrag, mein Gott, ich hasse dieses Wort, kurz AVV oder Englisch DPA habe, dann ist das ein absolutes No-Go. Also da muss man ganz klar sagen, da steht natürlich immer die Datenschutz-Grundverordnung einfach im Raum und muss und soll auch beachtet werden. Wenn ich jetzt sage und ich muss dieses Gespräch immer wieder mit Kunden führen und ehrlich gesagt, das ist kein schönes Gespräch, weil ich bin dann immer derjenige, der die schlechte Nachricht überbringen muss. Es gibt dann Kunden, die sagen mir, ja, weil ich ja DSGVO-konform sein will, arbeite ich heute noch mit einem Pop-3-Server. Der Arbeitstag war auch schon wieder lange. Arbeite ich heute immer noch mit einem Pop-3-Server. So, ein Pop-3-Server, der eben die ganzen E-Mails runterlädt, der ist heute einfach brandgefährlich. Warum? Natürlich sind die Mails dann nicht mehr auf dem Server und mein Postfach bleibt schön klein. Aber ich habe alles lokal im Outlook oder in meinem E-Mail-Client. Und in dem Moment, wo der PC crasht, ist das Zeug verloren. Natürlich kann man jetzt sagen, ja, aber Thunderbird, Outlook, die bieten doch Sicherungsmechanismen. Die funktionieren nicht zuverlässig. Und ich sage das und ich muss mich da so darüber aufregen, weil ich das einfach in 16 Jahren Praxis, im Mai werden es 17, schon viel zu oft erlebt habe, dass Leute wichtige Kommunikation verloren haben, einfach nur, weil sie an alter Technik festhalten wollen mit dem Pop-3-Server. Mails im E-Mail-Programm auf den Rechner laden und dort archivieren, das ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Entweder richtig archivieren auf dem Rechner, Mails kann man speichern, Anlagen kann man speichern, im Dokumente-Ordner, dort kann man sich Unterordner machen, das ist super. Aber bitte, bitte, bitte niemals auf dem Pop-3-Server. Da haben E-Mails einfach nichts mehr verloren heute, wenn sie dann direkt auf den Rechner wandern. IMAP-Server sind da sicher und wie gesagt, wenn man entsprechend einen Provider hat, der auch ein großes Postfach anbietet, dann geht da auch genügend rein. Und es hat natürlich den Riesenvorteil, heute mit verschiedenen Endgeräten kann ich überall gleichzeitig zugreifen. Ich kann vom iPhone genauso wie vom Tablet, wie aber auch vom PC auf meine Mails kommen. Und das ist wirklich wichtig heute, denn man hat ja meist nicht mehr nur ein Endgerät. Ja, jetzt haben wir schon gesehen, wir haben hier verschiedene Ordner im Ordner Dokumente. Es gibt weiters auch noch den Ordner Downloads. Da kommen standardmäßig alle Sachen rein, die wir aus dem Internet runterladen. Egal ob von WhatsApp oder mit Google Chrome oder sonst was. Das landet alles da drin. Richtig cool. So, dann haben wir natürlich auch noch die Ordner Bilder, Musik, Videos. Das ist eine ziemlich coole Sache, denn da können wir einiges machen. Start. Inhalt des Ordners wird aufgelistet. Listenfeld. Schnell Zugriff. Schnell, schnell Zugriff erweitert. Wir gehen mal kurz. Strukturansicht Startdatei. Mein Benutzerordner. Moment. Ebenezerz.c. Elementansicht Mehrfachlistenfeld. Benutzer. Elementansicht. So, dann haben wir hier, wenn wir in meinen Benutzer reingehen. Bilder. Das ist jetzt so der erste wichtige Ordner. Bei mir sind da natürlich auch noch ein paar mehr drin. Ich hatte jetzt hier heute leider keine Möglichkeit, euch ein komplett leeres Benutzerkonto zu zeigen. Dann kommt der Desktop-Ordner. Der Dokumente-Ordner. Der Downloads-Ordner. Dann kommt mein Dropbox-Ordner. Also das ist jetzt im Prinzip so wie ein klassischer Aufbau ist. Und dann gibt es natürlich noch mehr. Die Favoriten. Da kommen die Favoriten aus Microsoft Edge rein. Macht auch Sinn, weil wenn man nämlich diesen Benutzerordner dann sichert nachher oder eben der in der Microsoft Cloud, also in OneDrive landet, dann ist man schon wieder komplett safe. Gespeicherte Spiele. 18 von 29. Ja, gespeicherte Spiele. Da gehen natürlich nur auch entsprechend Spiele rein, die da auch wirklich irgendwie aus dem Store kommen. Das ist jetzt mein iCloud Drive, das ich auch noch habe. Das ist jetzt ein anderes Programm. Hier sind die Windows-Kontakte. Dann haben wir noch Musik im Angebot. Dann ist Nextcloud. Das ist die Open-Source-Cloud-Software, mit der ich meinen deutschen Server bestückt habe. Dann haben wir das Microsoft OneDrive. Das ist nochmal ein anderes Programm. Auch noch eins. Das sind alles diese Winkler-Programme von pinnwand-online.de. Ganz tolle Radio-Podcasts. Hier haben wir unsere Suchvorgänge. Das ist auch noch ganz interessant. Da speichert Windows dann die letzten Suchen. Wenn wir jetzt zum Beispiel einen neuen Rechner haben, dann sehen wir auch direkt, was wir als letztes gesucht haben. Und dann haben wir den Ordner Videos. Und dann sind wir da auch schon durch. Eigentlich ziemlich übersichtlich und eigentlich alles, was wichtig ist. Gehen wir mal in die Dokumente. Hier ist jetzt das Coole. Wir können natürlich so einen Ordner und seine Unterordner auch wunderbar durchsuchen. Ich habe hier die Infobrochüre Schulze. Die liegt hier in den Dokumenten drin. Wenn ich jetzt einfach mal nach der suche, dann kommt die auch. Das heißt, ich drücke einfach "STRG+E" an der Stelle, ab der ich suchen will. Und dann habe ich auch schon mein Suchfeld und gebe jetzt hier mal eine Info. Und dann zeigt er mir hier sofort das Ergebnis an und ich kriege sogar eine PDF-Vorschau. Und dann habe ich hier das nächste. Das ist "auto.docs". Warum zeigt er mir das an? Da schauen wir jetzt mal. Das dürfte ja im Inhalt liegen. Genau. Also hier kommt irgendwo im Dokument das Wort "Info" vor. Das ist eine Rechnung damals gewesen von unserem Unfall 2024. Da sieht man jetzt hier, das ging damals an meine E-Mail-Adresse, an die info@schulze-graben.de. Kann sein, dass er das rausgezogen hat. Also die Windows-Suche ist hier auch wirklich kreativ und sucht aber nur in dem Ordner Dokumente. Und das ist richtig cool, denn so finde ich natürlich auch Sachen, wo ich mir jetzt eben nicht mehr ganz sicher bin. Ja, wie hießen sie denn? Ich weiß es nicht mehr genau. Mal überlegen. Ja, einfach mal eintippen und Suche abschicken und im Normalfall kommt man da erst mal richtig weit. Und das finde ich persönlich richtig cool, denn so kann man sich eigentlich total sicher und total schlank seine Ordnerstruktur bauen. Sprache auf Abruf. Und das geht wirklich erstaunlich gut. Man muss da nicht unbedingt sagen, naja, aber ich habe ja nur den Dokumente Ordner. Das ist eigentlich überhaupt kein Problem. Denn der Dokumente Ordner, da kann ich erst mal soweit alles reinpacken. Klar kann es auch unter Umständen echt Sinn machen zu sagen, ja, ich packe jetzt zum Beispiel meine Musik in ein anderes Verzeichnis. Das kann durchaus Sinn machen, das auch in die Musik zu packen. Also in das Verzeichnismusik. Das ist grundsätzlich keine schlechte Idee und auch absolut machbar. Ja, wir haben gehört Ordner sind wichtig. Wie erstellen wir die? Ganz wichtig. Befehl Steuerung plus Shift plus N. Damit kriegen wir einen neuen Ordner, wenn wir in dem Ordner stehen, wo wir den neuen erstellen wollen und natürlich nichts ausgewählt ist. Das ist immer wichtig. Und dann klappt das auch. Ja, und im Großen und Ganzen kann man wirklich sagen, wenn man sich an diese einfachen Vorgaben hält, dann hat man eigentlich meistens einen ziemlich aufgeräumten Rechner. Und wer sagt, Boah Mensch, das ist ja wahnsinnig kompliziert. Das kriege ich ja niemals alleine hin. Wir helfen euch dabei auch, so was in Ordnung zu bringen, entweder per Jaws Tandem oder gerne auch per Team Viewer. Da klappt es auch wunderbar mit Nvda. Wir haben euch da auch einen ganz einfachen Support Client, den ihr einfach bei uns runterladen könnt unter support.schulze-graben.de Und natürlich gibt es diese Folge auch nochmal zum Nachhören ab Mittwoch um 12 hier im Podcast Smütek geschrieben. Und wenn ihr jetzt noch Fragen habt, habt ihr wie immer einen Song Zeit, diese zu stellen per Mail an info@schulze-graben.de oder per WhatsApp an 08232 50 31 303. Wenn du heute was mitgenommen hast, dann gib doch etwas zurück. Das ist ganz einfach. Besuche die Seite danke.schulze-graben.de und zeige Joachim, ob dir seine Show gefallen hat. Kleine Gesten machen den Unterschied. [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] Meine Hymne auf die Sonntagsmusik. Ich hoffe, ihr habt gestern auch wieder mit zugehört. War ein wunderschöner Song. Und falls noch nicht, dann holt es doch einfach nach. Jetzt bei uns im Podcast Smütek gibt es natürlich überall, egal ob Apple Music, Spotify oder überall sonst wo es Podcasts gibt. Ja, wir hören uns nächste Woche. Da ist es dann auch schon Februar. Man sollte es gar nicht glauben, wie schnell die Januare immer wieder vorbeigehen. Ich glaube manchmal, das liegt gar nicht so sehr am Januar. Das liegt einfach an den Monaten. Die sind immer so schnell vorbei. Und wir haben nächste Woche, wie sollte es auch anders sein, natürlich wieder ein cooles Thema rausgesucht. Und zwar stabiles Internet und zuverlässiger Mobilfunk. Es geht um ein Thema, das ist bei uns ein paar Jahre etwas stillgestanden. Wir haben es dieses Jahr ein bisschen reaktiviert. Und da möchte ich nächste Woche genauer darauf eingehen und freue mich, wenn ihr wieder mit dabei seid. Ab 19 Uhr und am Samstag gibt es nochmal die Smütek Show. Ich freue mich auf euch, den ein oder anderen. Die eine oder andere sieht man vielleicht, hört man vielleicht dazwischen bei Schulungen und Fernwartungen. Wir haben auch noch Termine frei für die nächsten Wochen. Ruft einfach an oder schreibt eine Mail. Und bis dahin, bleibt mir gesund und fröhlich. Euer Jockel Joachim Schulze. [Musik] Schulze IT-Schulung und Dienstleistungen. Dein Spezialist für Audioanleitungen, Schulung, Fernwartung und Fritzbox-Optimierung. Mehr Infos findest du auf www.schulze-graben.de